Mail eines Kunden an uns nach seinem Urlaub:
Hallo Frau Paetow,
vielen Dank für Ihre freundliche Nachfrage. Es war ein ganz toller Urlaub.
Hier ein Zeitraffer:
Flug Frankfurt - Luxor, Einreise
Ägypten mit Visumabwicklung und Transfer zum Schiff problemlos.
Das Schiff “Royal La Terrasse” soll 2003/2004 gebaut, aber erst 2008 in Betrieb genommen worden sein. An dieser Darstellung gab es bei anderen Mitreisenden und mir Zweifel. Das Schiff ist gut, wirkt aber älter. Was hat man denn von 2004 bis 2008 mit dem Schiff gemacht?
Die Kabinen sind mit denen auf der AIDA von der Größe her zwar vergleichbar, vom Stauraum für die Kleidung und Badezimmerartikel aber keinesfalls. Der Schrank ist nicht tief genug, so dass die Kleiderbügel heraushängen, sich aus diesem Grund die Schiebetür nicht vollständig schließen lässt und deshalb die Schubladen im rechten Teil des Schrankes nicht genutzt werden können, weil sie sich nicht mehr öffnen lassen. Ablageflächen im Badezimmer sind so gut wie nicht vorhanden. Rat - möglichst wenig Kleidung und Badezimmerartikel mitnehmen.
Für die Nutzung der Dusche benötigt man eine Einweisung (ging -Gott sei Dank- nicht nur meiner Frau und mir so). Der Duschknopf muss gedrückt schräg nach oben links geschoben werden. Die Duschtüren sind nicht dicht und spätestens, wenn die zweite Person geduscht hat, schwimmt das Badezimmer.
Der Reiseleiter war “Spitze” und sprach ausgezeichnet Deutsch. Ein gelernter Ägyptologe (51 Jahre alt), der normalerweise an der Universität in Kairo arbeitet und diese Art der Reisebegleitung nur vier Mal im Jahr durchführt. Man merkte ihm die Freude an seinem Beruf und die Liebe zu seinem Land förmlich an.
Die Gruppengröße mit nur 13 Personen war sehr angenehm. Alle Mitreisenden unserer Gruppe waren sehr nett. Bei den Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen und Abendessen) gab es feste Tischzuteilungen (6er - 8er Tische).
Meine Frau und ich wurden zu zwei Paaren aus der Schweiz gesetzt, die sich kannten und gemeinsam angereist waren. Wenn diese Paare sich untereinander auf “Schwitzerdütsch” unterhielten, verstanden wir kein Wort. Als diese dieses dann aber bemerkten, versuchten sie, mit uns Hochdeutsch zu sprechen und wir haben uns auf der Reise prächtig miteinander verstanden. Sehr nette und angenehme Tischnachbarn!! Und auch der Rest der Truppe war super.
Das Schiff verfügt insgesamt über 62 Doppelkabinen und 2 Suiten. Die Auslastung Ende Oktober/Anfang November 2009 betrug ca. 60 - max. 70 Prozent. Das Servicepersonal war sehr freundlich, die Kabinen wurden zwei Mal täglich gereinigt und die Handtücher immer wieder dekorativ gestaltet auf die Betten gelegt (mal gefaltet als Krokodil, als Elefant, als Mann, als Schwan, als Schiff, als Blume, als Schildkröte, etc.) oder als Fledermaus gefaltet an die Kabinendecke gehängt. Zur Dekoration wurden auch Halsketten meiner Frau oder meine Brille mitgenutzt - sah ganz witzig aus.
Das Essen war gut und wurde abends 6 Mal in Buffetform und 1 Mal als Galadinner am Tisch serviert. Ein Mittagessen fand auf dem Oberdeck stand - war sehr angenehm und luftig. Meine Frau und ich haben dass Essen sehr gut vertragen und auch von anderen Mitreisenden wurde uns nichts über größere Magen-Darm-Erkrankungen berichtet.
Zwei oder drei Mal gab es Abendveranstaltungen. Diese waren OK, aber nichts besonderes.
Das Wetter war mit ca. 30 Grad bei einer trockenen Wärme (keine hohe Luftfeuchtigkeit) zum Sightseeing ideal. Bei Nachtfahrten auf dem Nil konnte man auf dem Oberdeck gut einen Pullover oder eine Jacke anhaben.
Der erste Ausflug nach Dendera fand leider wegen Niedrigwasser des Nils mit dem Bus und nicht -wie angekündigt- mit dem Schiff statt. Alle Gäste hatten aber das Gefühl, dass dieser Ausflug generell mit dem Bus durchgeführt wird, da der Nil in Richtung Qena nie (zumindest fast nie) befahrbar ist. Dieses hätte nach meiner Meinung auch ehrlich in der Reisebeschreibung stehen müssen. Unsere Anreise war am Donnerstag, die “La Terassse” befuhr den Nil erstmals am Sonntagvormittag um ca. 3.00 Uhr in der früh, also zu nachtschlafender Zeit (nach mehr als 2 1/2 Tagen nach unserer Ankunft).
Die Ausflüge insgesamt waren sehr interessant und auch lohnenswert. Besonders beeindruckt haben meine Frau und mich die Tempelanlagen (Luxor, Karnak, Kom Ombo) am Abend, wenn sie beleuchtet waren.
Eine Fahrt am Abend zur Ton- und Lichtershow zum Karnak-Tempel wurde leider nicht angeboten. Dieses haben meine Frau und ich auf eigene Faust durchgeführt. War nach unserer Meinung mit ein Höhepunkt der Nilkreuzfahrt. Ob man jeden Tempel und jedes Grab sehen sollte, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.
Der Landschaft wegen, haben uns sehr gut das Tal der Könige, die Fahrten mit dem Motorboot zur Insel Agilkia und zur Kitchener Insel mit dem Besuch des Botanischen Gartens und die schöne Nillandschaft des Cataract Gebietes gefallen. Überhaupt die Fahrten mit der MS La Terrasse am Tage über dem Nil waren ein Traum, kamen aber leider bei dieser Reise etwas zu kurz.
Auch die Besuche des Basars in Assuan und des einheimische Marktes in Esna sowie die Kutschfahrt durch Luxor waren sehr interessant. Abu Simpel haben wir per Flugzeug besucht, um das “8. Weltwunder” zu bestaunen. Sollte man auch zumindest ein Mal gesehen haben.
Bekannt, aber deshalb nicht weniger nervig sind die Aufdringlichkeiten der Souvenirverkäufer und Bakschischjäger. Von unserem Reiseleiter wurden wir eindringlich gebeten, Kindern nichts zu geben. Diese würden, wenn sie Geld mit nach Hause bringen, zumeist von ihren Eltern nicht mehr in die Schule geschickt.
Nachteilig bei einer Nilkreuzfahrt ist auch, dass die Schiffe an den Anlegestellen hintereinander liegen (teilweise bis zu fünf Schiffen). Der Dieselgeruch und die Lautstärke der Motoren (besonders bei Nacht) sind sehr störend.
Nach der Nilkreuzfahrt kam der zweite Teil unseres Urlaubs in Ägypten. Zwei Tage
Kairo.
Meine Frau und ich hatten Glück, dass uns unser Reiseleiter der Nilkreuzfahrt auch durch
Kairo begleitete. Hier bestand die Reisegruppe, nur aus dem Busfahrer, dem Reiseleiter und uns beiden. War super.
In Kairo haben uns natürlich in erster Linie die Pyramiden und der Sphinx von Gizeh fasziniert. Ein absolutes Muss auf einer Ägyptenreise. Toll war der Blick von unserem Hotel Hilton Ramses bei Nacht aus den Fenstern des Restaurants in der 31. Etage (Windows of the World). Der Blick von unserem Hotelzimmer im 8. Stock in Richtung Nil gelegen war ebenfalls sehr schön. Und auch die Poolanlage im Ramses Hilton ist nett und gut geeignet, sich am Nachmittag ein wenig vom “Sightseeing-Stress” zu erholen. Das Hotel Ramses Hilton sieht zwar von außen schäbig aus, ist aber ansonsten sehr zu empfehlen (besonders das Frühstück).
Sie werden meine Frau und mich als Kulturbanausen bezeichnen, wenn uns das Ägyptische Museum nicht so viel gegeben hat. Ein ca. zweistündiger Besuch hat uns hier gereicht. Aber wir sind nun einmal beide keine Museumsgänger.
Schlimm ist der Straßenverkehr in Kairo. Dreispurige Straßen werden sechsspurig genutzt. Ampeln gibt es kaum, weil sie eh ignoriert werden. Dem Grunde nach benötigt man alleine ein Taxi, um von der einen auf die andere Straßenseite zu gelangen.
Kairo gesehen zu haben, ist ein Erlebnis. Für uns waren aber zwei Tage genug, wobei wir uns von dem Anblick der Pyramiden kaum trennen konnten. An dem Spruch, wer Kairo nicht kennt, kennt Ägypten nicht, ist was dran.
Abschluss unserer Reise waren die 5 Tage Badeurlaub im Sheraton Miramar Resort in El Gouna. Eine wahnsinnstolle Ferienanlage mit hervorragender Verpflegung. Vorsicht ist aber geboten bei der Zubuchung von All-Inclusive-Leistungen. Die Zubuchung vor Ort kostet 35,00 € pro Person und Tag. Neben den Nichtalkoholischen Getränken sind an Getränken zusätzlich nur noch Bier und Wein enthalten. Eine kostenlose 30-minütige Massage gibt es erst ab einer Aufenthaltslänge von einer Woche. “All- In” lohnt sich in diesem Hotel nicht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis (nur auf All-In bezogen), stimmt nicht.
Sehenswert ist auch der neue Hafen von El Gouna (Marina) mit den vielen beeindruckenden überwiegend nagelneuen Jachten. Hier kann man sich auch gut am Abend aufhalten um etwas zu essen oder zu trinken. Wir können El Gouna und das Sheraton Miramar nur empfehlen.
Bei der Abreise gab es dann einige Probleme. Wir wurden bereits 4 1/2 Stunden vor dem geplanten Abflug vom Hotel abgeholt. Nach einer 1/2-stündigen Fahrt zum Flughafen Hurghada mussten wir alleine über eine Stunde warten, um in das Flughafengebäude hineinzukommen. Im Flughafengebäude ging das Chaos dann weiter. Von der OFT-Reiseleitung wurde uns nur mitgeteilt, dass wir uns an den Schaltern 15 und 16 anstellen müssen. Am Schalter selbst wurden wir dann 2 X wieder zurückgewiesen, da unser Flug noch nicht abgefertigt wurde, obwohl uns dieses vorher von einem Flughafenmitarbeiter zugesichert wurde. Nach der zweiten Sicherheitskontrolle hatten wir kaum noch Zeit, eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken, da unser Flug bereits sehr laut, massiv und eindringlich (die Gäste des Fluges Condor mit der Flug-Nr. … nach Frankfurt begeben sich sofort und unverzüglich zum Gate …) ausgerufen wurde. In diesem Fall war man froh, anschließend wieder im Flugzeug zu sitzen. Ein positives Wunder war, dass wir bei dem Chaos in Hurghada unser Gepäck am Flughafen Frankfurt zurückerhielten. Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Wir haben schon viele Flugreisen gemacht, so etwas wie in Hurghada aber noch nie erlebt.
Mit der Reiseleitung von OFT-Reisen waren wir insgesamt gut zufrieden. Nur am Flughafen Hurghada hat eine ausreichende Information gefehlt. Und hier wäre sie besonders nötig gewesen.
Insgesamt sind meine Frau und ich aber absolut zufrieden mit dem Reiseverlauf und gut erholt. Die vielen positiven Ereignisse überwiegen eindeutig gegenüber den wenig negativen. Es waren drei Urlaube in einem. Die Nilkreuzfahrt, der Besuch in Kairo und der Badeurlaub in El Gouna sind miteinander nicht vergleichbar, jeder Teil für sich gesehen aber einmalig schön und interessant.
Liebe Frau Paetow, bei dieser Gelegenheit möchte ich mich auch bei Ihnen für die hervorragende Abwicklung vor und nach der Reise ganz herzlich bedanken. Ich kann die Firma Siamar Reisen GmbH und vor allem Sie nur weiterempfehlen. Bitte geben Sie dieses unbedingt an Ihren Chef weiter .
Viele Grüße aus dem Münsterland und nochmals vielen Dank.
Ihr P. W*****s
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Anmerkung des Beraterteams:
Herr und Frau Wübbels lernten in einer zweiwöchigen Reise ganz Ägypten kennen. Vielen Dank für den ausgezeichneten Reisebericht und für das tolle Feedback!
Zum Hotel Hilton Ramses:
Das 36 Stockwerke hohe Ramses Hilton im Herzen von Kairo am Ostufer des Nils bietet einen imposanten Ausblick über den Nil, die Stadt und die Pyramiden. Es liegt nur einige Gehminuten vom Einkaufsviertel und dem weltberühmten Ägyptischen Museum entfernt.
Hotel Sheraton Miramar:
Dieses Hotel besticht durch seine nubische/arabische Architektur und die vielen Bepflanzungen in der Anlage. Das 5 Sterne Haus liegt in den traumhaften Lagunen von „El Gouna“ und verfügt als einziges Hotel am Roten Meer über professionelle Wasserski-Kapazitäten.







